Kappenabend 2010

Kappenabend 2010
Termin: 
14.02.2011 - 19:31

Erlensee: Das närrische Dreigestirn, Prinz, Bauer, und Jungfrau, kunstvoll dargestellt in einer Person von Friedel Maul, dem Oberorganisator des Kappenabends. Er begrüßte die Gäste der Chorgemeinschaft auf das herzlichste in der Fallbachhalle im Ortsteil Langendiebach. Der Abend wurde von einem Abstinenzler eröffnet, fantastisch dargestellt von dem „Oberfastnachter“ und Textschreiber, Wolfram Heitzenröder, der gleich zu Beginn veranschaulichte, welchen Kampf er zu führen hat, um den Alkohol zu vernichten. Gekonnt wurde er bei seinem Vernichtungskampf immer „betrunkener“, das war eine schauspielerische Glanzleistung. Mit großem Applaus wurden Waltraud und Mariechen, gespielt von Heidi Jädtke und Erna Mickel,
begrüßt. Waltraud hatte ihre liebe Not, Mariechen zu erklären, dass bei der nächsten Auktion bei Schaller, der Schreibtisch von Schiller zu ersteigern sei.

Erster Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Sänger (Peter Müller, Wolfram Heitzenröder, Erich Heck, Karlfred Ott, Fred Deckmann, Norbert Schefold, Herbert Hestermann, Axel Lang, Willi May und Erich Heil), die mit ihren beeindruckenden Stimmen und bekannten Schunkelliedern, die immer wieder gerne zur Fastnacht gesungen werden, die Närrinnen und Narren zum Mitsingen und Schunkeln brachten. Nachdenken und mitfühlen konnten die Gäste anschließend mit der Silberbraut, Sabine Scholz. Nach 25 Jahren Ehe hatte sie als Ehefrau viel zu erzählen über die Untugenden ihres Mannes. Ein Glück, dass sie zum Schluss bekannte, sie liebe ihn trotzdem. Dann kam eine spitzenmäßige Darbietung des Männerballetts (Peter Viel, Fred Deckmann, Werner Kropp, Hans-Heinrich Mickel, Jörg Kottusch, Fred Hermann, Peter Müller und Marc Kampa). Sehr einfühlsam und „graziös“ tanzten sie nach der Melodie von Johann Strauß „An der schönen blauen Donau“.

Einstudiert wurde der Walzer von Jutta Günther, die auch als Primaballerina glänzte. Die Kostüme kreierte Elli Häfner. Für diese erstklassige Darbietung gab es dann auch den verdienten Lohn, stehende Ovationen. Ein weiter Augenschmaus war der Auftritt der „Harzer Hexen“. Mit klingenden Namen wie Kunigunde vom Buchberg, Betunia vom Hasenhügel und Winifred vom Herdekippel trafen sich die Hexen (Anette Kropp, Margarete Fey-Bacherle, Gisela Engel, Sharon Sanchez, Karin Däumer, Sabine Scholz, Wilma Faust, Erna Mickel und Heidi Jädtke) auf dem Blocksberg, um der Hexe Bibi die Hexenprüfung abzunehmen. Die zauberte ganz ordentlich, so dass sie zum Schluss als Hexe von Diebach bei den großen Hexen aufgenommen wurde.
Zu später Stunde hatten Hannes und Karl, dargestellt von Wolfram Heitzenröder und Heinz Kottusch noch einen Auftritt. Sie boten „Goggelores“ vom Feinsten und strapazierten die Lachmuskeln des Publikums. Ein weiteres Highlight des Abends war der Auftritt von Josef und Kunigunde (Jutta Günther und Peter Müller). Josef hatte wirklich seine liebe Mühe, wo er doch aus Großauheim stammt und reines Hochdeutsch spricht, seiner Partnerin klarzumachen, dass ihr „Diebacher“ Platt nicht vom Feinsten ist und er sich in keinem Fall auf ihr Niveau herablassen wolle. Ein i-Tüpfelchen gegen Ende des Kappenabends. Bei einem Zwiegespräch zeigte das Ehepaar Karl und Käthe am Frühstückstisch eine ganz alltägliche Situation, gespielt von Heinz Kottusch und Beate Hermann. Eindrucksvoll schilderten sie, zur Freude des närrischen Publikums, wie viel Mühe es macht, ein
Wettsingen zwischen einem Wellensittich und einer Kuckucksuhr zu veranstalten, und wer kennt sie nicht, die Eheprobleme die bei der  Urlaubsvorbereitung entstehen. Damit Karl und Käthe sich in Ruhe auf ihren Auftritt vorbereiten konnten, hatte der Tausendsassa Wolfram Heitzenröder noch zwischendrin die Moderation übernommen. Die Moderatoren, Heinz Kottusch und Beate Hermann verstanden es großartig, zwischen den einzelnen
Programmpunkten, mit ihren Witzen die Närrinnen und Narrhalesen im Saal köstlich zu unterhalten. Es wurde auch festgestellt, dass an diesem Abend, die größte Rückinger Fraktion aller Zeiten in der Fallbachhalle vertreten war. Das närrische Auditorium schickte auch einen Gesundheitsapplaus an Inge
Zimmerling und Rainer Scholz, die leider an diesem Abend nicht auftreten konnten. Alle Akteure erhielten von Heinz und Beate einen wunderschönen Fastnachtsorden mit dem Logo der Chorgemeinschaft Erlensee. Sie bedankten sich auch bei den Helfern vor und hinter den Kulissen: Bei der freiwilligen Feuerwehr, die die Bewirtung und den Thekendienst übernommen hatten. Bei Hugo Bergmann der für die musikalische Begleitung zuständig war, und dem es hervorragend gelang, immer wieder durch Schunkellieder das närrische Publikum zum Schunkeln zu animieren. Bei Herrn Väth für Ton und Technik, bei Andrea Kottusch, die für das Make-up verantwortlich war, bei Fred Deckmann, der auch in diesem Jahre wieder ein tolles Bühnenbild gezaubert hat, und natürlich bei Timo Kropp und Sebastian Scholz, die als Kulissenschieber alle Hände voll zu tun hatten, um für einen reibungslosen Programmablauf zu sorgen. Zum Schluss kam das große Finale, mit allen Akteuren auf der Bühne, die mit einem gewaltigen Humba Täterä den Saal noch einmal kräftig aufmischten, und dann mit einer Polonäse, gemeinsam mit den Gästen, bei Tanz und fröhlichem Gebabbel den Kappenabend ausklingen zu lassen.

Text Helene Kübler, Bilder Bernd Kübler

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