Kappenabend 2011

Kappenabend 2011
Termin: 
05.03.2011 - 19:01

Erlensee: Das närrische Dreigestirn, Prinz, Bauer, und Jungfrau, kunstvoll dargestellt in einer Person von Friedel Maul, dem Organisator des Kappenabends. Er begrüßte die Gäste, der Chorgemeinschaft Erlensee, auf das herzlichste in der Fallbachhalle, im Ortsteil Langendiebach.
Der Abend wurde von einem „Übergewichtigen“, der schon alle Diäten ausprobiert hat, eröffnet. Fantastisch dargestellt von dem „Oberfastnachter“ und Textschreiber Wolfram Heitzenröder. Der es wieder einmal großartig verstanden hat, die Lachmuskeln des närrischen Publikums zu strapazieren.
Eine köstliche Verwechselungskomödie am Telefon präsentierten Inge Zimmerling, die sich besorgt im Krankenhaus nach ihrem Mann erkundigen wollte, und Beate Hermann von einem Autohaus. Beide merkten erst am Schluss, dass die eine über den Ehemann und die andere über den „Schrotthaufen“ von einem Auto sprachen.
Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Sänger (Peter Müller, Wolfram Heitzenröder, Erich Heck, Karlfred Ott, Fred Deckmann, Norbert Schefold, Herbert Hestermann, Axel Lang und Willi May), die mit bekannten Schunkelliedern, die immer wieder gerne zur Fastnacht gesungen werden, die Närrinnen und Narrhalesen zum Mitsingen und Schunkeln brachten.
Ein weiteres absolutes Highlight war der Auftritt des „katholischen Nuntius“ aus Rom, Helmut Zander, der die Grüße des Papstes übermittelte. Übersetzt wurde die Ansprache, die in italienischer Sprache erfolgte, von Literaturpapst Marcel Reich Ranicki, dargestellt von Hermann Wolf. Er trug eine teilweise sehr eigenwillige Übersetzung vor. Den Segen des Nuntius „Urbi et Orbi“ übersetzte er mit „gönnen sie sich eine Kur in Bad Orb“.
Ein i-Tüpfelchen während des Kappenabends boten das Ehepaar Karl und Käthe am Frühstückstisch. Eine ganz alltägliche Situation, gespielt von Heinz Kottusch und Beate Hermann. Eindrucksvoll schilderten sie, zur Freude des närrischen Publikums, die Probleme mit Käthes Schwangerschaft und den Verfärbungen von Karls bestem Körperteil. Damit Karl und Käthe sich in Ruhe auf ihren Auftritt vorbereiten konnten, hatte der Tausendsassa Wolfram Heitzenröder noch zwischendrin die Moderation übernommen.
Es folgte eine spitzenmäßige Darbietung des Männerballetts (Peter Viel, Fred Deckmann, Werner Kropp, Hans-Heinrich Mickel, Jörg Kottusch, Fred Hermann, Peter Müller, Marc Kampa, Norbert Schefold und Rainer Scholz). Sehr einfühlsam und „graziös“ tanzten sie nach sanften Klängen der „Annenpolka“ über die Bühne. Einstudiert wurde das Ballett von Jutta Günther. Die Kostüme kreierte Elli Häfner. Für diese erstklassige Darbietung gab es dann auch den verdienten Lohn, tosenden Applaus.
Weiter ging es im Programm mit einem Augen- und Ohrenschmaus, dem Auftritt der Vielsaitigen (Anette Kropp, Margarete Fey-Bacherle, Gisela Engel, Sharon Sanchez, Karin Däumer, Sabine Scholz, Wilma Faust, Dorothea Scholz, Erna Mickel und Heidi Jädtke). Versetzten sie doch das Publikum zurück in die Zeit der „Haifischbar“. Hier trudelten nach der Bardame die üblichen Gäste nacheinander ein, Lebedamen, Seemänner, eine Blumenverkäuferin und eine Putzfrau ein. Mit erstklassigen Seemannsliedern und lustigen Sprüchen versetzten sie das Publikum in helle Begeisterung.
Zu später Stunde hatten Hannes und Kathrinchen, dargestellt von Wolfram Heitzenröder und Inge Zimmerling noch einen Auftritt. Sie boten „Goggelores“ vom Feinsten und strapazierten die Lachmuskeln
des Publikums.

Nachdenken und mitfühlen konnten die Gäste anschließend mit der „Mutter“, Sabine Scholz. Die ihre liebe Not mit ihren Kindern hatte. Ein Glück, dass sie zum Schluss bekannte, sie liebe ihre Kinder trotz ihrer Schwächen. Mit großem Applaus wurden Waltraud und Mariechen, gespielt von Heidi Jädtke und Erna Mickel, begrüßt. Waltraud und Mariechen klagten sich gegenseitig ihr Leid mit ihren besseren Hälften und über ihre Krankheiten, die schon ein sehr bedenkliches Maß angenommen hatten.
Die Moderatoren, Heinz Kottusch und Beate Hermann verstanden es zwischen den einzelnen Programmpunkten, mit ihren Witzen die Närrinnen und Narrhalesen im Saal zu unterhalten. Es wurde auch festgestellt, dass an diesem Abend, eine große Rückinger Fraktion in der Fallbachhalle vertreten war. Allerdings ließen es sich die Diebacher nicht nehmen, die Rückinger mit feinen Nadelstichen auf die Schippe zu nehmen und als „Bohnensäcke“ zu beschimpfen. Hier wird sicherlich in der nächsten Kampagne eine Retourkutsche zu erwarten sein.
Alle Akteure erhielten von Heinz und Beate einen Fastnachtsorden mit dem Logo der Chorgemeinschaft Erlensee. Sie bedankten sich auch bei den Helfern vor und hinter den Kulissen: Bei der freiwilligen Feuerwehr, die die Bewirtung und den Thekendienst übernommen hatten. Bei Hugo Bergmann der für die musikalische Begleitung zuständig war, und dem es hervorragend gelang, immer wieder durch Schunkellieder das närrische Publikum zum Schunkeln zu animieren. Bei Herrn Väth für Ton und Technik, bei Andrea Kottusch, die für das Make-up verantwortlich war, bei Fred Deckmann, der auch in diesem Jahre wieder ein tolles Bühnenbild gezaubert hat, vor allem die Haifischbar ist ihm wirklich gelungen. Sie wird bestimmt in der nächsten Kampagne nochmal zum Einsatz kommen. Heinz und Beate bedankten sich natürlich auch bei Timo Kropp und Sebastian Scholz, die als Kulissenschieber alle Hände voll zu tun hatten, um für einen reibungslosen Programmablauf zu sorgen. Zum Schluss kam das große Finale, mit allen Akteuren auf der Bühne, die mit einem Semmannslied den Saal noch einmal kräftig aufmischten. Mit einer Polonäse, gemeinsam mit den Gästen, anschließendem Tanz und fröhlichem Gebabbel klang der Kappenabend zu später Stunde aus.

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