Närrische Singstunde 2010

Närrische Singstunde 2010
Termin: 
30.01.2010 - 19:31

Erlensee: Beide Faschingskonzerte ließen das Bürgerhaus „Zum Neuen Löwen“ erbeben. Ausgelassen zelebrierten die Närrinnen und Narrhalesen die „Närrischen Singstunden“. Schneetreiben und Kälte sorgten dafür, dass bei der ersten Närrischen Singstunde am 30. 01. einige Plätze nicht besetzt waren, was allerdings keinerlei Einfluss auf die ausgelassene Stimmung im Saal hatte. Bei der zweiten „Närrischen Singstunde“ am 06.02.2010 platze „der Löwe“ förmlich aus allen Nähten. Schon der Auftakt mit der „Nudelberger Hofkapelle“, die ihre Lieder im Schnelldurchlauf darbrachten, damit die Programmteile nicht zu lang wären. Kommentierte der „Oberfastnachter“ Werner Haas den gekonnten Start der Faschingsrakete. Das Erlensee Lied versetzte das Publikum aus dem Stand in Schunkellaune. So hattees der Vorruheständler Wolfram Heitzenröder, auch nicht allzu schwer die Lachmuskeln der Närrinnen und Narren zu reizen. Ein Könner wie er, versteht es jedes Jahr wieder auf Neue, das Publikum zu begeistern.

Jedes Jahr wieder gerngesehen, die 4 ½ Dabbeljus, Werner Haas, Gerhard Wolf, Hermann Wolf, Walter Lein und Volker Erdt. Sie hatten ihre liebe Mühe den Bergriff „Maamauerbaabambeler“ zu erklären. Ohne Hessisch Kenntnisse hatte man / frau bei dieser Veranstaltung bald den Überblick verloren. Das i-Tüpfelchen war eine Parodie auf Marcel Reich Ranicki, dargeboten von Hermann Wolf. Mit geschlossenen Augen hätte jeder geglaubt, der große Kritiker stehe selbst auf der Bühne. Die Närrische Rakete sprühte schon helle Funken als die „Red Wine Cellar Singers“ (Ulla Günther, Christine Steinbacher, Klaus Lilienfeld und Andy Korinth) auf die Bühne kamen. Stimmgewaltig und sehr professionell trugen sie Ausschnitte aus bekannten Musicals vor. Darunter „Cabaret“, „West Side Story“, "Les Miserables“, „Mama Mia“, die „Rocky Horror Picture Show“. Es folgte ein Lebenslauf in Liedern mit gespielten Mini Sketchen, vorgetragen von Jürgen Riepl und Frank Grimmer. Sie begeisterten mitLiedern von „Ganz in Weiß“ bis zum „Lachenden Vagabunden“.
Perfektioniert wurde der Auftritt durch die Mitwirkung des Männer- und Damen Balletts. Die Zuhörerinnen und Zuhörer schäumten förmlich über vor Begeisterung. Als die Zugabe „Ich war noch niemals in New York“ aus dem gleichnamigen Musical erklang, gab es im Saal kein Halten mehr. Ein weiteres High Light folgte mit der Büttenrede von Wolfram Heitzenröder, der seine Probleme mit dem Theaterabonnement und in Sachen Kultur einmalig schön darbot. Sein Lohn an diesem Abend, stehende Ovationen. Gleich nach der Pause bot die Band „Black Corner“ (Andreas Korinth, Klaus Lilienfeld, Johannes Schneider, Marcus Erdt, Lara Röder, und Michael Schurr) ein rockiges Kontrastprogramm. Sie begeisterten mit Songs der Beatles und „Born To Be Wild“ von Steppenwolf, alles wurde mitreißend dargeboten und der Saal erbebte in seinen Grundmauern.

Es folgte das Männerballett, Dirk Heil, Frank Grimmer, Marcus Erdt und Oliver Heil, der allerdings beim zweiten Auftritt am 06.02. krankheitsbedingt nicht dabei sein konnte. Aber auch zu dritt wurde die Parodie auf Michael Jackson’s „Beat It“, einstudiert von Eva Wolf, gekonnt komisch (mit Rollator) dargeboten. Künstlerisch perfekt war dabei der „Moonwalk“ von Marcus Erdt und Frank Grimmer. Zielstrebig löste sich die Närrische Rakete vom Boden, als „das Schwarze Eck“ auf die Bühne kam. Einmalig ihr Bericht über den Flohmarkt - Ausverkauf Erlensee’s und die dargebrachten spitzen Anzüglichkeiten über den mit Eichen, visuell sichtbar gemachten Limes, über das Neubaugebiet, die Aufforstung des Fliegerhorstes und die öfter vakante „Diebacher Pfarrersstelle“, auf der es komischer Weise kein Pfarrer längere Zeit aushält, und woran das wohl liegt.

In volle Fahrt geriet die Rakete, als das VCR Ballett das Publikum in das Jahr 1923 zurückversetzte und ein Charleston aufs Parkett legte. Das war ein Show Tanz der Extraklasse, Showballett vom Feinsten. Alle 11 Damen strahlten als sie vom Moderator des Abends, Thomas Preis, vorgestellt wurden Ute Blum, Ulla Günther, Esther Haas, Anja Kübler, Kerstin Schimpfermann, Christine Steinbacher, Charlene Viel, Ellen Viel, Eva Wolf, Marion Lilienfeld die erst durch die vollendeten Kostüme das i-Tüpfelchen setzt und natürlich die Leitung des Balletts, Johanna Lein. Um das Make-Up und die Frisuren kümmerten sich Michelle und Petra Schumacher vom Friseursalon Petra. Das Bühnenbild wurde entworfen und gemalt von Toney Honey, Dagmar Scheffold und Bernd Kübler. Die Faschingskonzerte wurden akustisch übertragen und ins rechte Licht gesetzt, von Klaus Hermann und seinen Mannen von der Firma „Lightcraft“. Der Moderator, Thomas Preis, der es jedes Jahr erstklassig versteht, charmant und mit Witz durch das Programm zu führen, hatte den längsten und schwersten Job zu erfüllen. Er bedankte sich auch beim Publikum, das in so vielen schillernden und einfallsreichen Kostümen erschienen war, und bei allen Helferinnen und Helfern auch hinter der Bühne. Die Krönung zum Schluss, ein Feuerwerk der guten Laune, die Kinziggeister, die passend zu ihren fantastischen Kostümen mit „The Lion Sleeps Tonight“ aufspielten. Das närrische Publikum bedankte sich mit tosendem Applaus.

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