Närrische Singstunde 2011

Närrische Singstunde 2011
Termin: 
19.02.2011 - 19:01

Erlensee: Beide Faschingskonzerte der Chorgemeinschaft Erlensee ließen das Bürgerhaus „Zum Neuen Löwen“ erbeben. Ausgelassen feierten die Närrinnen und Narrhalesen die „Närrischen Singstunden“. Hatten sie doch einen guten Grund zu feiern, das 25jährige Jubiläum der „Närrischen Singstunden“ und des VCR Balletts.
Beide Faschingskonzerte, die am 19.02. und 26.02.2011 stattfanden, waren sehr gut besucht und standen ganz im Zeichen des 25jährigen Jubiläums. Schon der Auftakt mit der „Nudelberger Hofkapelle“, versetzte die Gäste mit ihren Liedern gleich zu Beginn in Schunkellaune. Das VCR Ballett hatte sich zum 25jährigen Jubiläum etwas ganz Besonderes ausgedacht. Seit 1985 begeistern die Damen mit ihren traumhaft schönen Showtänzen das Publikum, auch die Gründerin Gisela Lilienfeld, die sich die Sitzung nicht entgehen ließ, ist heute noch stolz und begeistert. Die 13 Tänzerinnen hatten ein gigantisches Programm zu absolvieren, zeigten sie doch ein buntes Potpourri fast aller Tänze, aufgeteilt in 7 Showteile. Vom Clownstanz, über Thriller von Michael Jackson bis zum Cancan und den Tanz des Sonnengottes, war alles vertreten. Das Ballett wird seit 15 Jahren von Johanna Lein geleitet, was sicherlich keine leichte Aufgabe ist. Die fantastischen Kostüme werden seit über 20 Jahren von Marion Lilienfeld entworfen und geschneidert.
Anschließend sorgten die 4 1/2 Dabbeljuhs, Werner Haas, Gerhard Wolf, Hermann Wolf, Walter Lein und Volker Erdt, mit Witzen und bekannten Faschingsliedern, die das Publikum auch mitsingen konnten, für ausgelassene Stimmung. So konnte der Professor für Deutsche Sprache, Wolfram Heitzenröder, auch seinen „Deutschunterricht“ zum Besten geben. Jedenfalls verstand er es großartig die Lachmuskeln der Närrinnen und Narren zu reizen. Ein Könner wie er, versteht es jedes Jahr wieder aufs Neue, das Publikum zu begeistern.
Es folgten die „Red Wine Cellar Singers“ (Ulla Günther, Christine Steinbacher, Klaus Lilienfeld und Andy Korinth), die die Lieder der „Neuen Deutschen Welle“ stimmgewaltig und sehr professionell vortrugen. Perfektioniert wurde der Auftritt durch die Mitwirkung von Frank Grimmer, der als 1 Mann Ballett über die Bühne fegte. Die Zuhörerinnen und Zuhörer schäumten förmlich über vor Begeisterung und spendeten stehend Applaus.
Gleich nach der Pause bot die „Black Corner“ Band (Andreas Korinth, Klaus Lilienfeld, Johannes Schneider, Marcus Erdt, Lara Röder, und Michael Schurr) ein rockiges Kontrastprogramm. Auch sie hatten sich die 80er Jahre für ihre Performance als Beispiel ausgesucht. Dabei hielt es das närrische Publikum nicht auf den Sitzen aus. Der Saal bebte in seinen Grundmauern.
Ein mit großer Spannung erwartetes Highlight folgte mit dem „Schwarzen Eck“. Gelingt es der Truppe doch jedes Jahr wieder Neues über Erlensee zu berichten und den Ortsteil Langendiebach mit kleinen Spitzen aufs Korn zu nehmen. Auch sie ließen 25 Jahre Revue passieren, mit kurzen Einblicken über was sie schon alles berichtet haben. Sie meinten sehr ironisch: „Es gibt Leute, die brauchen keinen HA, denen genügt es, 1 Mal im Jahr das „Schwarze Eck“ zu hören, dann seien sie über alle Vorkommnisse in Erlensee bestens informiert “. Am Klavier wurde die Truppe von Herman Wolf begleitet und als Gast hatten sie Helmut Zander aus Mittelbuchen eingeladen. Da blieb kein Auge trocken, die Gäste waren völlig hingerissen.

Zu später Stunde stieg dann eine Bundeswehrsoldatin, Anke Eyrich, in die Bütt. Es gelang ihr einmalig schön, sehr anschaulich ihre Erfahrungen bei der Bundeswehr und den Grund ihrer Verletzungen zu schildern. Die Vorstellung ist ihr großartig gelungen.
Ein weiteres absolutes Highlight war der Auftritt des „katholischen Nuntius“ aus Rom, Helmut Zander, der die Grüße des Papstes übermittelte. Übersetzt wurde die Ansprache, die in italienischer Sprache erfolgte, von Literaturpapst Marcel Reich Ranicki, dargestellt von Hermann Wolf. Er trug eine teilweise sehr eigenwillige Übersetzung vor. Den Segen des Nuntius „Urbi et Orbi“ übersetzte er mit „gönnen sie sich eine Kur in Bad Orb“.
In volle Fahrt geriet die närrische Jubiläumsveranstaltung, als das VCR Ballett den wohl am meisten aufgeführten Tanz zum 25jährigen Jubiläum den „Tanz des Sonnengottes“ in voller Länge noch einmal darbot. Das war ein Showtanz der Extraklasse, Showballett vom Feinsten. Alle 13 Damen strahlten als sie vom Moderator des Abends, Thomas Preis, vorgestellt wurden: Ute Blum, Ulla Günther, Esther Köse, Anja Kübler, Sandra Köhler, Kerstin Schimpfermann, Christine Steinbacher, Charlene Viel, Ellen Viel, Heike Warmuth, Eva Wolf, Marion Lilienfeld und Johanna Lein.
Thomas Preis hatte an diesem Abend auch ein kleines Jubiläum. Er stand zum 15. Mal als Moderator auf der Bühne. Das Bühnenbild wurde gemalt von Bernd Kübler. Die Faschingskonzerte wurden akustisch übertragen und ins rechte Licht gesetzt, von Klaus Hermann und seinen Mannen von der Firma „Lightcraft“. Als Thomas Preis zum großen Finale rief, kamen alle Akteure noch mal auf die Bühne und verabschiedeten sich dem Abba Song “Thank you for the Music“ und dem „Pizza Lied“. Es ist ihm auch in diesem Jahr wieder erstklassig gelungen, charmant und mit Witz durch das Programm zu führen. Er bedankte sich auch beim Publikum, das in so vielen schillernden und einfallsreichen Kostümen erschienen war, und bei allen Helferinnen und Helfern vor und hinter der Bühne. Übrigens, in den 25Jahren musste die Närrische Singstunde 1 Mal abgesagt werden, das war beim Golfkrieg 1991, da hatte die Politik die Fastnacht eingeholt.
Die Krönung zum Schluss, ein Feuerwerk der guten Laune, die Kinziggeister, die zu ihren fantastischen Kostümen in Schwarz und Weiß ein neues Lied „Satellite“ gekonnt, schräg vorspielten. Das närrische Publikum bedankte sich mit tosendem Applaus.

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